Der Chat-Bereich

Im rechten Editor-Dock sitzt der Reiter AI Assistant. Aufbau von oben nach unten:

  1. Persona-Karteikarten — Blacksmith Master, Reviewer, Doc, …
  2. Server-Adresse + Modell-Auswahl — wo lauft die KI, welches Modell
  3. Verlauf — Chat-Historie zwischen Ihnen und dem Helfer
  4. Eingabe-Feld unten — hier tippen Sie Ihre Frage
  5. Sicherheits-Banner (gelb mit rotem STOP-Knopf) — erscheint nur wenn der Geschwindigkeits-Modus aktiv ist

Eine Anfrage stellen

Tippen Sie Ihre Frage normal ins Eingabefeld und drücken Sie Enter.

„Lege mir 16 BOOL-Variablen LED_00 bis LED_15 an, auf den Adressen %MX0.0 bis %MX1.7, mit Bellows-Export."

Der Helfer fasst zunächst Ihre Anfrage in Schritte zusammen, führt sie aus, fragt bei jeder schreibenden Aktion zurück und gibt am Ende einen Bericht.


Eingabe-Historie — Pfeil hoch / runter

Wie in einer Linux-Shell:

  • Pfeil hoch im Eingabe-Feld → letzte Eingabe wieder rausholen
  • Pfeil runter → nächst-jüngere Eingabe
  • Spart Tippen wenn Sie eine ähnliche Frage variieren wollen

Notbremse — der rote STOP-Knopf

Wenn der Geschwindigkeits-Modus aktiv ist (siehe nächster Abschnitt), erscheint unten ein gelber Sicherheits-Streifen mit einem roten runden STOP-Knopf rechts daneben.

Drücken Sie ihn jederzeit wenn die KI etwas tut das Sie nicht wollen. Er unterbricht sofort:

  • Den laufenden Modell-Aufruf
  • Alle wartenden Tool-Schritte
  • Eventuell offene Confirm-Rückfragen werden auf „cancel" gesetzt

Der Knopf ist genauso ausgelegt wie der klassische rote Not-Aus-Pilzkopf-Taster nach DIN EN ISO 13850: groß, rot, leicht zu treffen, immer erreichbar.


Der Geschwindigkeits-Modus (Danger-Mode)

Standardmäßig stellt ForgeIEC Studio bei jeder schreibenden Aktion der KI eine Rückfrage. Das ist sicher, aber langsam — wenn die KI 50 Variablen anlegen soll, klickt man sich 50× durch.

Im Geschwindigkeits-Modus beantwortet ForgeIEC Studio diese Rückfragen automatisch mit „yes". Der LLM-Loop kann dann ohne menschliche Unterbrechung durchlaufen. Empfohlen nur für Test-Setups oder experimentelle Iteration — in Produktion sollten Sie ihn ausschalten.

So schalten Sie um:

Preferences -> AI → Haken bei Danger Mode — auto-confirm AI tool calls.

Beim Einschalten erscheint eine zusätzliche Sicherheits-Warnung mit dem Hinweis dass dieser Modus nicht auf einer produktiven SPS laufen soll. Bestätigen Sie nur wenn Sie das verstanden haben.

Beim Wechsel zwischen Personas bleibt der Modus pro Persona gespeichert — Sie können also nur den Blacksmith Master schnell machen und den Trainee weiterhin langsam betreiben.


Tool-Schritte-Grenze (max_tool_turns)

Eine einzelne Anfrage von Ihnen kann beim Helfer mehrere Werkzeug-Aufrufe auslösen. Beispiel: „Knight-Rider-Programm anlegen" macht intern:

  1. POU KnightRider anlegen
  2. 16 LED-Variablen anlegen
  3. POU-Body schreiben
  4. Kompilieren
  5. Deployen
  6. SPS starten

Das sind schon 21 Schritte. Damit der Helfer nicht in eine Endlos-Schleife läuft, gibt es eine Schritt-Grenze pro Anfrage.

Standard: 10 Schritte. Reicht für einfache Anfragen.

Anpassen über Preferences -> AI -> Max tool turns per user request. Erlaubte Werte: 1 bis 1000.

Im Geschwindigkeits-Modus wird die Grenze automatisch deaktiviert — wenn Sie schon der KI vertraut haben, soll sie auch einen langen Job durchziehen können.

Wenn die Grenze erreicht ist, bricht der Helfer kontrolliert ab und sagt: „Tool-loop guard hit max N turns; aborted." Sie können dann „weiter" tippen, und er macht ab dort weiter.


Was tun wenn die KI sich verirrt?

Manchmal probiert ein Modell denselben Fehler 3-4 mal hintereinander. Hilfreich:

  • STOP-Knopf → Loop sauber abbrechen
  • Anders fragen — kürzer, konkreter, mit Adressen statt Namen
  • Persona wechseln — Reviewer findet manchmal den Fehler den Blacksmith Master übersieht
  • Modell wechseln — wenn Ihr lokales Modell zu klein ist, kann ein größeres Modell denselben Auftrag in einem Versuch lösen

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