IEC 61131-3 · Vorabversion 0.2

Ihre Steuerung. Ohne Gerätelizenz, ohne Herstellerbindung.

ForgeIEC ist Steuerungssoftware für Maschinen- und Anlagenbauer: programmieren nach IEC 61131-3, auf Linux-Industrierechnern betreiben, Feldgeräte und Bedienung anbinden. Open Source – eine kommerzielle Lizenz gibt es auf Anfrage.

Im Pilotbetrieb bei einer SoLaWi Linux, Windows-Build vorhanden Ihr Steuerungsprogramm bleibt Ihres

Bewaesserung.st — ForgeIEC Studio
PROGRAM Bewaesserung
VAR
  feuchte  : REAL;  (* Bodensensor, % *)
  regen    : BOOL;
  ventil   : BOOL;
  laufzeit : TON;
END_VAR

laufzeit(IN := feuchte < 30.0 AND NOT regen,
         PT := T#20m);
ventil := laufzeit.IN AND NOT laufzeit.Q;
END_PROGRAM
Runtime verbunden ·Modbus TCP ·LoRaWAN
Das Problem

Steuerungssoftware bindet – an Lizenzen, Hersteller und Dienste.

  1. Bei vielen Anbietern kostet die Laufzeitlizenz Geld – pro Steuerung, mit jeder ausgelieferten Maschine aufs Neue.
  2. Wer sich für ein System entscheidet, bindet Programme, Hardware und Wissen an die Werkzeuge eines Herstellers.
  3. Und Fernwartung führt oft über offene Ports oder über die Cloud eines Dritten.
Die Lösung

Eine Plattform für Programmieren, Betreiben und Anbinden.

ForgeIEC deckt den Weg vom Programm bis zum Feldgerät ab – mit offenen Lizenzen und auf Hardware, die Sie selbst wählen.

Programmieren

Strukturierter Text nach IEC 61131-3

Ein eigener Editor mit eigenem Compiler-Kern, der auch objektorientierte Bausteine versteht.

  • ST heute im Einsatz; KOP, FUP und AS folgen mit den nächsten Versionen
  • Gerätebeschreibungen der Hersteller direkt im Projekt
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Betreiben

Laufzeit auf Industrie-Hardware

Die Laufzeitumgebung läuft als Dienst auf Linux-Rechnern mit x86 oder ARM. Programme kommen über das Netzwerk auf die Steuerung.

  • Variablen live beobachten und Verläufe aufzeichnen
  • Updates als signierte Pakete aus dem apt-Repository
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Anbinden

Feldbusse, Funk und Bedienung

Jedes Protokoll hat eine eigene Brücke. Fällt eine aus, läuft der Rest weiter.

  • Modbus TCP und RTU verfügbar, LoRaWAN in Arbeit
  • Bedienoberfläche Hearth als Vorschau
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Dokumentieren

Die Dokumentation lebt im Projekt

Jede POU, jede Variable und jeder Datentyp trägt ihre eigene Beschreibung als Markdown, gespeichert in derselben PLCopen-XML-Datei wie das Programm – versioniert, kopiert und ausgeliefert mit dem Code.

  • Beim ST-Import werden vorhandene (* … *)-Kommentare zur Dokumentation
  • Über die MCP-Schnittstelle lesbar, auch für ein lokal betriebenes KI-Modell
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Der ST-Editor im Hauptfenster des Studios.
Rivet · Fernzugriff

Fernzugriff auf Ihre Maschinen – ohne offenen Port und ohne fremde Cloud.

Rivet verbindet das Handy mit der Steuerung. Ein kleines Gateway neben der Steuerung baut die Verbindung selbst nach außen auf – im Netz der Anlage wird kein Port geöffnet.

  • Keine PortfreigabeKeine öffentliche IP-Adresse, kein DynDNS. Funktioniert auch hinter CGNAT und am LTE-Anschluss.
  • Kein Dritter im DatenpfadGateway und Server sind eigene Infrastruktur, kein Cloud- oder VPN-Anbieter dazwischen. Der Server reicht die Verbindung nur verschlüsselt weiter und sieht keine Inhalte.
  • Nur die freigegebene Steuerung ist erreichbarDas Handy erreicht nur die freigegebene Steuerung auf den freigegebenen Ports. Andere Geräte im Netz bleiben unerreichbar.

Rivet im Detail in Entwicklung · Pilot mit SoLaWis

Rivet: VerbindungswegDas Handy verbindet sich mit dem Rivet-Server. Das Gateway im lokalen Netz baut selbst eine ausgehende Verbindung zum Server auf. Der Server reicht die verschlüsselte Verbindung durch diesen Tunnel an das Gateway weiter, das nur die freigegebene Steuerung erreicht.INTERNETHandyRivet-Serverfeste IP-Adressesieht keine InhalteWireGuard / HTTPSLOKALES NETZ DER ANLAGERivet-Gatewaynur ausgehendbaut den Tunnelvon innen aufSteuerungfreigegebener Portandere Geräte: unerreichbar
Das Gateway baut den Tunnel von innen auf; der Server vermittelt nur.
Ehrlicher Stand

Was heute geht – und was noch nicht.

ForgeIEC ist eine Vorabversion (0.2). Der ST-Editor ist beim Pilotkunden produktiv im Einsatz; vieles andere ist in Arbeit.

BereichWas das heißtStand
Programmieren in STEditor, eigener Compiler-Kern, Übertragung auf die Steuerungim Einsatz
KOP, FUP, ASGrafische Sprachen: geplant für die Versionen 0.3, 0.4 und 0.5, heute noch nicht übersetzbar. AWL ist abgekündigt.geplant
Laufzeit auf LinuxAnvil-Server (anvild) für Debian und Ubuntu, signierte Paketeim Einsatz
Modbus TCP und RTUAnbindung von Feldgeräten über Modbusverfügbar
LoRaWANFunk-Sensorik für weitläufige Anlagen – unser Schwerpunkt für die SoLaWisin Arbeit
EtherCAT, PROFIBUS, EtherNet/IPGrundgerüst steht, die Protokolle sind in Arbeit; weitere Busse folgenin Arbeit
Bedienoberfläche HearthLäuft über den internen Anvil-BusVorschau
Fernzugriff RivetSicherer Zugriff vom Handy ohne Portfreigabein Entwicklung · Pilot SoLaWis
WindowsEin Windows-Build existiert, seine CI läuft; Installer auf Anfrageauf Anfrage
OPC-UA-Gateway bellowsdPaket bleibt im apt-Repository, wird derzeit nicht weiterentwickeltruht

im Einsatz läuft beim Pilotkunden bzw. ist verfügbar in Arbeit wird entwickelt, noch nicht fertig geplant vorgesehen ruht derzeit nicht in Entwicklung

Zur Roadmap: was als Nächstes kommt

Vertrauen

Klare Regeln, bevor Sie sich entscheiden.

  • LizenzStudio, Laufzeit-Dienst und Busbrücken stehen unter AGPL-3.0-or-later. Was in Ihr Projekt eingebunden wird – generierter Code, Laufzeit-Schnittstellen, libanvil – steht unter Apache-2.0. Eine kommerzielle Lizenz ist möglich.
  • Kein Ersatz für eine SicherheitssteuerungForgeIEC ist keine Sicherheits-SPS und hat keine SIL- oder PL-Einstufung. Not-Halt und Schutzfunktionen gehören auf dafür zugelassene Sicherheitstechnik.
  • Linux und WindowsLinux-Pakete kommen signiert aus einer automatisierten CI über das apt-Repository. Ein Windows-Build existiert und seine CI läuft; den Installer gibt es auf Anfrage.
  • Support und kommerzielle LizenzAuf Anfrage. Der Quellcode steht unter AGPL; Zugang zu den Repositories auf Anfrage.

Häufige Fragen zur Lizenz

Muss ich mein SPS-Programm offenlegen?
Nein. Der generierte Steuerungscode und die Laufzeit-Schnittstellen, die in Ihr Projekt eingebunden werden (Runtime-API, libanvil), stehen unter Apache-2.0. Sie dürfen darauf auch eigene, geschlossene Bibliotheken bauen. Das Studio, der Laufzeit-Dienst und die Busbrücken stehen unter AGPL-3.0-or-later. Eine kommerzielle Lizenz ist möglich.
Was gilt, wenn ich ForgeIEC selbst verändere?
Änderungen am Studio, am Laufzeit-Dienst oder an den Busbrücken fallen unter die AGPL: Geben Sie die veränderte Software weiter oder bieten Sie sie über ein Netzwerk an, müssen Sie den Quellcode dieser Änderungen zugänglich machen. Wer das nicht möchte, fragt nach einer kommerziellen Lizenz.
Fallen Lizenzgebühren pro Steuerung an?
Unter den offenen Lizenzen nicht. Support und eine kommerzielle Lizenz gibt es auf Anfrage.
Bekomme ich den Quellcode?
Ja. Der Quellcode steht unter AGPL; den Zugang zu den Repositories gibt es auf Anfrage an blacksmith@forgeiec.io.

Information, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Lizenztexte.

Im Einsatz

Pilotbetrieb bei der SoLaWi Ackervielfalt

Die SoLaWi Ackervielfalt, eine solidarische Landwirtschaft, ist der Pilotkunde von ForgeIEC: Ihre Steuerungsprogramme entstehen im ST-Editor, der dort produktiv eingesetzt wird. Weitere SoLaWis folgen.

Sprechen wir über Ihre Maschine.

Sie bauen Maschinen oder Anlagen und möchten ForgeIEC in einem Pilotprojekt erproben? Schreiben Sie, was Sie steuern wollen – Jörg Bernau antwortet persönlich.